Kapitel 5

Quick-Start für Winzer

Fünf Handgriffe, und Ihr Shop läuft. Dieses Kapitel setzt kein technisches Wissen voraus und kommt ohne einen einzigen Fachbegriff aus, den Sie nicht ohnehin schon kennen.

1. Anmelden

Ihr Cockpit erreichen Sie unter cockpit.raspb.eu. Melden Sie sich mit der E-Mail-Adresse an, die bei der Einrichtung hinterlegt wurde. Ihr Passwort haben Sie beim Onboarding gesetzt — falls nicht, fordern Sie es über „Passwort vergessen“ neu an.

Nach dem Login: links die Navigation, oben die Kennzahlen, darunter Ihre Bestellungen.

Was Sie danach sehen: Umsatz des laufenden Monats, offene Bestellungen und knappe Bestände. Links kommen Sie zu Weinbuch, Bestellungen, Content, Medienpool und Einstellungen.

2. Wein anlegen

Gehen Sie auf Weinbuch und klicken Sie auf Neuer Wein. Pflicht sind nur drei Felder — alles andere können Sie später ergänzen.

Die Felder im Weinbuch
FeldStatusHinweis
NamePflicht„Riesling trocken“ — der Jahrgang steht in einem eigenen Feld
PreisPflichtBruttopreis je Flasche. Der Grundpreis je Liter wird berechnet
BestandPflichtWird bei jedem Kauf automatisch reduziert
JahrgangEmpfohlenErscheint als Badge auf der Produktkachel
Rebsorte / LageEmpfohlenVerknüpft den Wein mit Ihren Content-Seiten und den Katalogfiltern
Artikelnummer (SKU)EmpfohlenFür Ihre Buchhaltung und den Abgleich mit dem Lager
Alkohol, Restzucker, SäureEmpfohlenErscheinen im Factsheet der Produktseite
Allergene / SulfitePflicht (rechtlich)Vorgeschrieben für Wein im Fernabsatz
VerkostungsnotizEmpfohlenDer Text, der tatsächlich verkauft
BildEmpfohlenDirekt im Formular hochladen, landet im Medienpool

Der nächste Jahrgang

Wenn ein Jahrgang wechselt, legen Sie keine neue Produktseite an. Öffnen Sie den Wein und nutzen Sie den Jahrgangswechsel: Der neue Jahrgang wird angelegt, der Bestand startet bei null, Beschreibung und Bilder bleiben erhalten.

Viele Weine auf einmal

Haben Sie Ihr Sortiment schon in einer Tabelle? Dann nutzen Sie den Import im Weinbuch. Laden Sie Ihre CSV- oder XLSX-Datei hoch, prüfen Sie die Vorschau — doppelte Einträge werden dabei erkannt — und übernehmen Sie erst dann. Der Export in dasselbe Format ist ebenfalls möglich, etwa für Ihr Steuerbüro.

3. Bestellung bearbeiten

Unter Bestellungen steht jede Bestellung mit Positionen, Kundendaten und Lieferadresse. Sortieren Sie die Liste über die Spaltenköpfe, etwa nach Datum oder Betrag.

Wenn das Paket raus ist, klicken Sie auf Versendet. Damit passieren drei Dinge auf einmal: Der Status wechselt, die Kundschaft bekommt automatisch die Versandbenachrichtigung, und die Liste aktualisiert sich, ohne dass Sie die Seite neu laden müssen.

4. Rechnung versenden

Öffnen Sie die Bestellung und klicken Sie auf Rechnung als PDF. Der Beleg entsteht mit Ihrem Briefkopf, Ihrer Adresse und ausgewiesener Mehrwertsteuer. Die Erzeugung dauert ein paar Sekunden — der Button zeigt solange eine Ladeanimation.

inkl. 19 % MwSt · DATEV-kompatibel
Die Rechnung: Ihr Logo oben links, Positionen in der Mitte, Summen unten.

Woher die Angaben kommen: Logo und Adresse stammen aus Ihrem Winzer-Profil unter Einstellungen. Wenn dort etwas fehlt, fehlt es auch auf der Rechnung — das ist der häufigste Grund für einen unvollständigen Briefkopf.

5. Einstellungen

Drei Bereiche, die Sie einmal richtig einstellen und danach selten wieder anfassen.

Profil

Name des Weinguts, Straße, PLZ, Ort, Land, Kontaktdaten — und Ihr Logo. Beim Logo wählen Sie mit vier Häkchen aus, wo es erscheinen soll: auf der Rechnung, in E-Mails, auf der Website und im Header des Shops. Die Speichern-Leiste bleibt beim Scrollen am unteren Rand stehen; nach dem Speichern erscheint eine kurze Bestätigung.

Benachrichtigungen

Hier setzen Sie den Schwellwert für die Lagerbestand-Warnung. Fällt ein Wein darunter, bekommen Sie eine E-Mail. Ein sinnvoller Startwert sind sechs Flaschen — genug Vorlauf, um nachzufüllen, ohne dass Sie täglich Post bekommen.

Zahlungen

Hier verbinden Sie Ihr Stripe-Konto. Das Geld Ihrer Kundschaft geht direkt auf Ihr Konto; wir sehen Ihre Umsätze, aber wir halten Ihr Geld nicht. Auszahlungsrhythmus und Steuerbelege verwalten Sie in Ihrem eigenen Stripe-Dashboard.

Ihre Geschichte erzählen

Unter Content liegen die Seiten, die Ihren Shop von einem Katalog unterscheiden.

  • Lagen — Bodenart, Exposition, Höhe, und was diese Lage besonders macht
  • Rebsorten — Steckbriefe zu den Sorten, die Sie ausbauen
  • Winzer-Profil — Historie, Team und Werte, jeweils als eigener Block, nicht als Textwüste
  • Beiträge — Neues aus dem Weinberg, Termine, Weinproben

Diese Seiten verweisen zurück in den Katalog: Wer eine Lage liest, kommt mit einem Klick zu den Weinen aus dieser Lage. Genau dieser Weg — erst Geschichte, dann Flasche — ist der Grund, warum Direktvertrieb online funktioniert.

Storytelling-Seiten: Winzer-Portrait, Lagen, Rebsorten-Steckbriefe. Ihr Terroir, nicht nur Ihr Preis.
Aus dem Feature-Katalog · /docs/features

Plan für die erste Woche

Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Dieser Plan hat sich bewährt. Er kostet pro Tag etwa eine Stunde.

  1. 1

    Tag 1 — Ihr Profil

    Adresse, Logo, Kontaktdaten. Diese Angaben landen auf jeder Rechnung und in jeder E-Mail.

  2. 2

    Tag 2 — Zehn Weine

    Die zehn, die Sie am häufigsten verkaufen. Der Rest kann warten.

  3. 3

    Tag 3 — Bilder und Notizen

    Ein gutes Foto und drei ehrliche Sätze schlagen jede Aufzählung von Kennzahlen.

  4. 4

    Tag 4 — Lagen und Rebsorten

    Die Seiten, wegen derer Menschen bei Ihnen kaufen und nicht im Supermarkt.

  5. 5

    Tag 5 — Testbestellung

    Einmal selbst durch den eigenen Shop kaufen. Sie sehen sofort, was fehlt.

  6. 6

    Tag 6 — Versand und Zahlung

    Versandkosten, Lieferländer, Zahlungsarten prüfen.

  7. 7

    Tag 7 — Ankündigen

    Newsletter an Ihre Stammkunden, ein Beitrag in den sozialen Netzen.